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Aydin schießt Hilden ab!

Torjäger trifft dreimal in Hilden | 1. Mannschaft | 24.08.2008 - 19:22

Mit einer konzentrierten und vor allem kämpferisch hervorragenden Leistung konnte der TuS sich im Auswärtsspiel beim SV Hilden-Nord mit 3:0 durchsetzen und damit einen Fehlstart in die Saison vermeiden. Matchwinner war Torjäger Murat Aydin, der immer besser ins Spiel findet und alle drei Treffer erzielte. 



Der TuS fand von Beginn an gut ins Spiel, störte die Gastgeber schon beim Spielaufbau, wobei sich besonders der heute sehr laufstarke Marius Schoenen hervortat und kam so aus einer sicheren Abwehr immer wieder gefährlich vor das Hildener Tor. Bereits in der zweiten Minute hatte Marius Schoenen, schön von Tobias Willkomm in Szene gesetzt, die erste Möglichkeit, aber SV-Keeper Marcus Mlitzke konnte seinen Schuss aus spitzem Winkel zur Ecke abwehren. 



Anschließend verpasste Eko Akar nach gefährlicher Flanke von Michele Fasanelli eine Kopfballchance, bevor auch die SV-Stürmer erstmals das TuS-Tor bedrohten. Thomas Knüfermanns Schuss von der Strafraumgrenze verfehlt das heute von Kevin Afari sicher gehütete TuS-Tor jedoch deutlich. Die nächste Gelegenheit bot sich in der 18. Minute Oliver Müller, der das Leder nach schöner Ballstafette aus halbrechter Position über das Tor jagte. Eine weitere gute Möglichkeit machte dann in der 21. Minute das Schiedsrichtergespann zunichte, als der frei durchstartende Martin Hermel sehr zum Unmut von Uwe Kühn wegen Abseits zurückgepfiffen wurde, obwohl er den Ball in der eigenen Hälfte angenommen hatte. 



In der 32. Minute war es dann aber soweit! Eko Akars genaue Flanke von der linken Seite nahm Murat Aydin am rechten Strafraumeck mit der Brust an, eine Körpertäuschung ließ zwei Abwehrspieler ins leere laufen und anschließend hämmerte er den Ball unter die Torlatte! Ein klasse Treffer und zu diesem Zeitpunkt auch verdient! 



Wenige Minuten später hätten die Gastgeber dann aber ausgleichen können, ja müssen. Hildens Sturmspitze Markus Rychlik tauchte durch eine Lücke in der TuS-Innenverteidigung plötzlich frei vor Afari auf, setzte das Leder aber am herauslaufenden Afari vorbei knapp neben das Tor. Anschließend war der TuS aber wieder am Drücker, hatte noch Möglichkeiten durch Fasanelli (Kopfball nach Ecke) und Christoph Ley (Linksschuss knapp drüber) und ging mit der knappen Führung in die Pause. 



Die erste Torchance im zweiten Durchgang bot sich dann den Gastgebern, die jetzt offensiver agierten und unbedingt den Ausgleich wollten. Ein gefährlicher Kopfball von Adin Maminovis strich aber knapp über das TuS-Tor. Fast im Gegenzug gelang es dem TuS dann zum richtigen Zeitpunkt nachzulegen. Michele Fasanelli setzte sich auf der rechten Seite durch, seine flache Hereingabe verpasste Tobias Willkomm zunächst knapp, aber dahinter stand dann Murat Aydin genau da, wo ein Torjäger stehen muss und hatte keine Mühe, zum 2:0 einzuschießen. 







Die 60. Minute brachte dann die Entscheidung! Zunächst sah Martin Hermel die rote Karte, als er die Beherschung verlor und seinen Gegenspieler beleidigte, nachdem ihm dieser sein Trikot zerriss. Aber in Unterzahl zeigte der TuS die richtige Reaktion! Marius Schoenen eroberte sich von seinem Gegenspieler das Spielgerät und zog auf der rechten Seite unaufhaltsam davon. Gutes Auge, genaue Hereingabe auf Murat Aydin und es hieß 3:0 – praktisch die Entscheidung (Fotos oben). 



Der TuS spielte jetzt in Unterzahl aus sicherer Deckung und hätte nur zwei Minuten später alles klar machen können, aber SV-Torhüter Mlitzke lenkte mit Glanzparade Murat Aydins Linksschuss zur Ecke. Anschließend passierte nicht mehr viel, lediglich Kevin Afaris schnelle Reaktion nach einem Schuss von Dominik Donath war noch erwähnenswert. 



Recht kritisch bewertete Uwe Kühn anschließend das TuS-Spiel: „Ein souveräner Sieg war das sicher nicht! Wir haben uns den Sieg erarbeitet und erkämpft. Wir sind aber noch nicht eingespielt, da brauchen wir sicher noch einige Wochen. Bis dahin müssen wir weiter arbeiten. Die drei Punkte heute waren aber sicher gut für das Selbstvertrauen und damit sehr wichtig. Wir sind weiter auf einem guten Weg!“

TuS Grevenbroich: Afari, Ley, Bechtold, Sapsovski, Hermel, Willkomm, Schoenen (80. Pelmter), Akar, Müller (65. Peters) , Fasanelli (72. Fassbender), Aydin

SV Hilden-Nord: Mlitzke, Kremer, Schiavano, Muminovic, Röttgen, Schmetz, Ziegler, Knüfermann, Rychlik, Schaumburg, Donath

SR: Schwerdtfeger (Essen), SRA Frank, SRA Heep

Zuschauer: 250
Besondere Vorkommnisse: Rote Karte für Martin Hermel (60. Min.) 









Bericht und Fotos: Uli Neumann

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