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Nichts zu holen in Straelen

Klares 0:3 beim Spitzenreiter | 1. Mannschaft | 24.02.2008 - 21:46



Ein sichtlich enttäuschter und frustrierter Frank Borchardt brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Insgesamt war das natürlich zu wenig. Besonders nach vorne lief über weite Strecken nicht viel. Die Abwehr stand zwar recht gut, aber durch schwere individuelle Fehler sind wir dann völlig unnötig in Rückstand geraten!“ 

Lange Zeit sah es in einem Spiel, in dem beide Mannschaften spielerisch nicht zu überzeugen wussten so aus, als würde es am Ende torlos enden. Zwar hatten die Gastgeber von Beginn an etwas mehr vom Spiel, überzeugen konnte der Landesliga-Spitzenreiter aber keinesfalls. Auf dem recht schwer zu bespielenden Rasen versuchten es beide Mannschaften immer wieder mit langen Bällen in die Mitte, spielerische Akzente konnten beide Team besonders in der ersten Hälfte kaum setzen. 




Erst in der 18. Minute konnte Straelen das TuS-Tor ernsthaft in Gefahr bringen, aber Sebastian Wzdych, der den am Meniskus operierten Kevin Afari heute gut vertrat, konnte den Schuss von der Strafraumgrenzen zur Ecke fausten. Auch in der 26. Minute konnte sich Wzdych auszeichnen, als er mit gutem Stellungsspiel einem einschussbereiten Stürmer den Ball vom Fuß nehmen konnte. Die bis dahin größte Chance vergab Straelens Stürmer Küppers, der aus fünf Metern freistehend das Tor verfehlte. Der TuS kam erstmals in der 35. Minute gefährlich vor das Tor der Gastgeber. Olaf Weber wurde im Strafraum nach energischer Vorarbeit von Eike Hoyer zu Fall gebracht, für einen Strafstoß reichte das aber nicht. Kurz vor dem Wechsel vergab erneut Küppers eine Riesenchance, als er völlig freistehend aus bester Position das Leder am Tor vorbei wuchtete. 



Im zweiten Durchgang kam der TuS zunächst etwas besser ins Spiel und hatte in der 55. Minute auch die erste echte Torchance, als Sascha Bechtold einen Abpraller vor die Füße bekam und sofort abzog, das Tor aber mit seinem Flachschuss nur ganz knapp verfehlte. Etwas überraschend kamen die Gastgeber kurz darauf zu ihrem ersten Treffer. Straelens Stürmer Pooth wurde bei der Annahme einer Hereingabe von der linken Seite von Eike Hoyer nicht konseqeuent gestört, so dass er den Ball in Richtung Tor spielen konnte. Ein recht harmloser Schuss, aber durch den Ruf „Torwart“ sah sich Sebastian Wzdych veranlasst, zwei Schritte nach vorne zu laufen und der Ball rollte ungehindert zum 1:0 ins TuS-Tor (Foto-Serie oben).

Aber es kam noch schlimmer! Als Sascha Bechtold völlig unbedrängt einen Pass in die Beine eines gegnerischen Stürmers spielte, nahm der die Gelegenheit dankbar an! Seine scharfe Hereingabe von der linken Seite wollte Eike Hoyer vor einem einschussbereiten SV-Stürmer retten, traf dabei aber unglücklich zum 0:2 ins eigene Netz (67. Min.).

Jetzt schien das Spiel gelaufen, zumal der TuS bis dahin viel zu wenig für die Offensive getan hatte und kaum in der Lage schien, noch zwei Tore zu schießen. Doch plötzlich kam der TuS doch noch zu einigen guten Torchancen und hätte in der Phase nach dem 0:2 durchaus noch den Ausgleich schaffen können. Beispiele? Zuerst traf Sela Kir in der 73. Minute mit einem fulminanten Schuss aus halbrechter Position nur die Latte, anschließend tauchte Olaf Weber alleine vor dem SV-Tor auf, zielte aber knapp vorbei. Wenig später war es erneut Weber, der alleine auf den SV-Keeper zulief, der ihm aber beim Versuch, ihn auszuspielen, das Leder vom Fuß nehmen konnte. Kurz darauf kam auch noch Sascha Wilms frei zum Schuss, aber auch er verfehlte das Tor der Gastgeber knapp. 



Den Schlusspunkt setzte dann wieder der Spitzenreiter, als erneut Pooth nach einem schlecht abgewehrten Eckball zur Stelle war und den 3:0-Endstand herstellte. Am Ende ein sicherlich verdienter Sieg für Straelen, auch wenn der TuS am Ende noch die Möglichkeit hatte, den Rückstand  aufzuholen. Aber das wäre des guten wohl auch zu viel gewesen.




TuS Grevenbroich: Wzdych,  Line von de Berg (82. Zeybeck), Schauf, Faßbender, Simmons (37. Kir), Bechtold, Weber, Wilms, Müller (62. Lojewski), Hoyer, Fasanelli

Bericht und Fotos: Uli Neumann


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