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Holpriges Spiel mit glücklichem Ende

B-Junioren | 30.04.2012 - 20:15

Ein umkämpftes B-Jugend-Spiel mit vielen Fehlern und Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten erlebten die Zuschauer, als die DJK Rheinkraft Neuss am Sonntagmorgen zu Gast beim TuS Grevenbroich war. Nach guter Anfangsphase inklusive Führungstreffer bauten die Schlossstädter vor der Pause stark ab und zeigten sich auch am Anfang der zweiten Halbzeit nicht von ihrer besten Seite – der 1:1-Ausgleichstreffer war die Folge.



Nach einer kurzen Druckperiode und zwei weiteren Treffern in den letzten acht Minuten standen die Grevenbroicher allerdings trotzdem als Sieger da.



Genau eine Woche nach der erfolgreichen Aufholjagd gegen den SC Kapellen, wo die Mannschaft einen 0:2-Rückstand noch in einen 3:2-Sieg drehen konnte, hatte sich der TuS für das Match gegen Rheinkraft Neuss einen weiteren Sieg vorgenommen und fand besser in die Partie als der Gegner. Zwar prägten Fehlpässe und Stockfehler auf ungewohntem und nassem Untergrund im Stadion das Geschehen, doch der TuS ließ den Ball laufen und stand in der Defensive sicher.



Gleich mit dem ersten Spielzug über die Außenbahn sorgten die Schlossstädter für Torgefahr: Jasper Smets hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt und Niklas Ugowski am ersten Pfosten angespielt. Seinen ersten Versuch aus kurzer Distanz konnte der DJK-Keeper noch parieren, doch sein Nachschuss fand den Weg ins Tor (13.).



Nach zwanzig Minuten verlor der TuS den Zugriff auf das Spielgeschehen allerdings zusehends: Im Mittelfeld dominierten die Gäste, da die TuS-Akteure zu weit von ihren Gegenspielern weg standen und auch bei eigenem Ballbesitz keine Bewegung ins Spiel brachten. Außer einem Schuss aus zwölf Metern, der die Querlatte streifte und harmlosen Schüssen aus der Distanz brachten die Neusser jedoch keine gefährlichen Aktionen zu Stande.



Nach der Halbzeitpause sahen die Zuschauer das gleiche Bild: Die Grevenbroicher agierten zu passiv und die Gäste hatten viel Platz. Der 1:1-Ausgleichstreffer resultierte allerdings nicht aus einer gelungenen Kombination, sondern aus einem kuriosen Zwischenfall: TuS-Torhüter Samuel Weitz hatte einen Rückpass von Innenverteidiger Christian Goßrau angenommen und wollte zum weiten Schlag nach vorne ausholen, traf dabei jedoch den überraschten Rheinkraft-Stürmer am Gesäß, von wo der Ball ins Tor prallte (48.).



Die erste gefährliche Aktion in der zweiten Halbzeit gelang dem TuS Grevenbroich nach einer starken Einzelleistung von Tim Gauls. Der Innenverteidiger setzte sich mit Elan gegen zahlreiche Gegenspieler durch und war bereits bis in den gegnerischen Strafraum vorgedrungen. Dort umspielte er den Torwart, doch sein Querpass auf den mitgelaufenen Niklas Ugowski erreichte sein Ziel nicht. Wenig später scheiterte auch Pascal Kienast knapp: Ein Verteidiger der Gäste klärte seinen Kopfball aus kürzester Distanz nach präziser Ecke von Emre Demirbolat auf der Linie.



Der Führungstreffer gelang schließlich nach einer weiteren Standardsituation: Der eingewechselte Emre Demirbolat hatte einen Eckball von rechts scharf in den Fünfmeter-Raum gespielt, wo Tim Gauls hochstieg und einnickte (72.).



Nun wollte der TuS für die endgültige Entscheidung sorgen und führte die Druckphase fort. Belohnt wurde die Mannschaft zwei Minuten vor Schluss, als Niklas Ugowski im DJK-Strafraum auf Jasper Smets querlegte, der den Ball über die Linie drückte (78.).



Die Neusser drangen in der Folge nur noch einmal mittels eines gefährlichen Steilpasses in den TuS-Strafraum ein. Bei der Rettungsaktion kollidierten Verteidiger Christian Goßrau und Torhüter Samuel Weitz, konnten die Situation aber bereinigen. Nachdem auch die Nachspielzeit schadlos überstanden wurde, rangiert die B-Jugend nun einen Punkt hinter VdS Nievenheim auf dem fünften Tabellenplatz.



Der TuS Grevenbroich spielte mit folgender Aufstellung:
Samuel Weitz – Marc Stegers, Christian Goßrau, Tim Gauls, Alexander Abts – Pascal Kienast – Jasper Smets, René Oskar Mroz (60. Emre Demirbolat) – Tim Winkens – Alexander Höchst, Niklas Ugowski

Bericht: Samuel Weitz - Fotos: Uli Neumann


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