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16.11.2018   |   21:08 Uhr



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90 Jahre TuS Grevenbroich

von Josef Zanders


Heinz Mostert gelang es, den TuS vor dem drohenden Abstieg zu retten. Allerdings bedeutete die Neuordnung der Amateurklasse mit der Schaffung einer neuen obersten Klasse, der Amateuroberliga, dass der TuS "zweitklassig" geworden war.

In den folgenden Jahren konnte der TuS die Verbandsligazugehörigkeit sichern. Im Gegensatz zu den 70er Jahren, als Martin Sauer 8 Jahre lang Coach der 1. Mannschaft war, wurden jetzt die Intervalle der Trainertätigkeiten kürzer.

Karl-Heinz Brücken (1978/80), der als Spielertrainer im oberen Tabellendrittel mit seinem Team zu finden war, Manfred Orzessek (1980/81) nach katastrophalem Start nach wenigen Wochen abgelöst von Martin Sauer, der als "Retter in der Not" noch den Klassenerhalt schaffte, übernahmen das Traineramt im Schloss-Stadion. 

Im Jahr 1978 breitete sich in Windeseile die Nachricht in Grevenbroich aus, daß Wilfried Leines während einer Kur verstorben sei. Dies bedeutete für den TuS einen herben Verlust. Nach kurzer Ubergangszeit, in der Gerd Lübben kommissarisch die Vereinsführung übernahm, wurde Dr. Franz Schotten neuer Vorsitzender des TuS Grevenbroich.

Die Saison 1982/83 stellte in Sachen "Trainerwechsel" einen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte des TuS dar. Bereits nach 2 Meisterschaftsspielen beendete Helmut Schönböck seine Tätigkeit beim TuS. Kurzfristig übernahm Hans "Laddy" Birbaum, der als Fußballobmann unermüdlich entscheidend die Entwicklung des TuS über Jahrzehntelang hinweg mitbestimmte bzw. bestimmt, die Betreuung der Mannschaft. Dann wurde der als Leichtathletik-Trainer bekannte Josef Metzges verpflichtet, den Wilfried Faßbender, TK-Leichtathletik-Trainer, in der Schlußphase der Spielzeit ablöste.

Das Ende der Spielzeit brachte den Abstieg in die Landesliga. Wie gehabt - erfolgte in der folgenden Saison mit Spielertrainer Heinz Mostert der Wiederaufstieg. Gerd Janhsen, vorher erfolgreicher Trainer beim SC Schiefbahn, übernahm mit der Saison 1986/87 das Training beim TuS. Im Verlauf der zweiten Spielzeit unter seiner Regie trennte man sich im "beiderseitigem Einvernehmen". Bei einem prekären Tabellenstand übernahm Johannes Schwirn die Funktion eines Spielertrainers.

Trotz aller Bemühungen konnte die Klasse nicht gehalten werden. Mit dem Abstieg in die Bezirksliga hatte der TuS Grevenbroich eine Talsohle in der sportlichen Entwicklung erreicht. Die folgende Spielzeit in der tieferen Klasse schien den sportlichen Abstieg noch mehr zu beschleunigen, denn aus einem angestrebten Platz in der Spitzengruppe wurde nichts.

Es gehört sicher zu den Kuriositäten in der Vereinsgeschichte des TuS, dass die NGZ mit Datum vom 3.11.1988 vermeIden konnte: "Johannes Schwirn gefeuert und wieder eingesetzt." Doch im Januar war die Trennung dann Realität. Freddy Zwiebler wurde Nachfolger von Johannes Schwirn und konnte in dieser verkorksten Spielzeit immerhin noch einen 6. Tabellenplatz erreichen.

Doch nicht nur die sportliche Situation des Vereins war wenig zufriedenstellend, sondern hinzu kamen auch finanzielle Probleme. So wurde ein Arbeitsgerichtsprozeß gegen den von Jülich gekommenen Fußballspieler Neumann verloren, was zu einer erheblichen Kostenbelastung des Vereins führte. Im organisatorischen Bereich wurde es notwendig, den Verein neu zu strukturieren. Lutz Bartsch, der 1980 Dr. Schotten als Vorsitzenden abgelöst hatte, nahm hierbei die notwendigen Weichenstellungen vor. Die einzelnen Abteilungen erhielten selbständige Vorstände; der Gesamtverein wurde von einem Präsidium geleitet. U.a. unter dem Druck finanzieller Probleme traten die 1980 gegründete Abteilung Radtouristik und der größte Teil der Volleyballabteilung (1974 gegründet) aus dem TuS aus und wurden eigenständige Vereine.

Nunmehr verfügte der TuS noch über eine stark dezimierte Volleyball-, Damengymnastik- und Billardabteilung. Als neue Abteilungen kamen die Koronargruppe, gegründet von Matthias Müsch, der auch 1. Abteilungsvorsitzender der Seniorenfußballabteilung wurde, und eine Handballabteilung 1989 hinzu. Nachdem in den 60er Jahren die Handballabteilung sich dem Verein SG Gustorf anschloß, da hier eine geeignete Großhalle war, kehrte somit eine Sportart zum TuS zurück, die lange Zeit beachtliche Erfolge in den 50er Jahren errang.

In der Spielzeit 1989/1990 schaffte der TuS unter Trainer Freddy Zwiebler den Sprung zurück in die Landesliga. Nach spannendem Saisonverlauf im Kampf mit dem BV Wevelinghoven und der 2. Mannschaft des Rheydter SV, setzten sich die Schloss-Städter mit 4 Punkten Vorsprung am Ende durch.
Nach schlechtem Start in die Meisterschaftsrunde der Saison 1990/91 resignierte Freddy Zwiebler und sah keine Möglichkeit, die Mannschaft im Abstiegskampf zu motivieren. Man trennte sich - dies ist nicht nur eine Floskel - in "beiderseitigem Einvernehmen". Aus dem lnterimstrainer Herbert Clemens, der die 2. Mannschaft trainierte, wurde ein "Erfolgstrainer", dem es gelang, die Mannschaft vom vorletzten Tabellenplatz wegzuführen. Herbert Clemens trainierte auch in der Spielzeit 1991/92 die Mannschaft.

Positiv stellt sich im Jahr des Jubiläums die finanzielle Situation dar. Bei seiner Wiederwahl am 15.2.1991 konnten Norbert Gand, der 1989 das Präsidentenamt von Lutz Bartsch übernahm, und Abteilungsvorsitzender Herbert Schikora feststellen, daß der TuS Grevenbroich schuldenfrei sei.
Aufstieg in die Verbandsliga. Die Freude war umso größer, da der Aufstieg erst sehr überraschend im letzten Meisterschaftsspiel erreicht werden konnte.

Konnte in der folgenden Saison der Abstieg noch verhindert werden, so folgte in der Spielzeit 1993/94 wieder der Abstieg in die Landesliga. Im Abstiegskampf wurde dann wie so oft ein probates Mittel angewandt - Trainerwechsel. Nach erfolgreichem Wirken wurde Trainer Clemens entlassen.

Als Interimslösung folgte Michael Hömberg, der das Amt nach dem 22. Spieltag übernahm. Er konnte jedoch den Abstieg nicht verhindern. Für einen erfolgreichen Neuaufbau, bei dem man vor allen auf junge Spieler setzen wollte, verpflichtete der Vorstand mit Georg "Schorsch" Krahwinkel , einen renommierten Trainer, der auch als Spieler beim TuS mitgewirkt hatte. Mit Erfolg war er als Coach u.a. beim Oberligisten 1.FC Viersen tätig. In den beiden folgenden Spielzeiten konnte das angestrebte Ziel, in der Spitzengruppe mitzuspielen, nicht erreicht werden. Tabellenplätze im unteren Mittelfeld genügten längst nicht den Maßstäben, die von Fans und Vorstand gesetzt wurden. Aufgrund dieser Tatsache legte Georg Krahwinkel im Oktober 1997 sein Traineramt nieder und wurde von Ex-Profi Frank Schulz abgelöst. In den beiden folgenden Spielzeiten zeigte das Team unter dem neuen Trainer einen beachtlichen Leistungsaufschwung. Nach einem 9.Tabellenplatz belegte die 1. Mannschaft dann einen guten 5. Platz. Dieser Aufwärtstrend setzte sich dann unter dem neuen Coach Hans-Günter Plücken weiter fort. In den Spielzeiten 1999/2OOO und 2OOO/2OO1 verpasste seine Mannschaft nur knapp den Aufstieg.
Im Jubiläumsjahr stiegen die 2. Mannschaft unter Trainer Ralf Bedürftig und die 3. Mannschaft mit ihrem Betreuer Ralf Schierhorn auf. Es wäre sicher zu schön gewesen, wenn dieses Ziel auch die 1. Mannschaft erreicht hätte. Doch was nicht ist, kann durchaus in der nächsten Spielzeit noch werden.

Die Basis für dieses hervorragende Abschneiden im Seniorenbereich der Fußballabteilung ist sicher in der Kontinuität einer effektiven Vorstandsarbeit in den 9Oer Jahren zu sehen. Durch großes Engagement, maßgeblich durch Herbert Flöck initiiert, gelang es, den Verein zu entschulden und auf eine gesunde finanzielle Basis zu stellen. Mit Norbert Gand, der für 4 Jahre als Präsident von Franz Willkomm abgelöst wurde, Herbert Schikora als Vorsitzender der Fußballabteilung und den Vorstandsmitgliedern Walter Schmitz, Manfred Wosnitza, Gerd Lübben (zeitweise), Robert Kamps, Franz-Josef Esser, Paul Schulte, Fußballobmann Laddy Birbaum und Kassierer Walter Conrad führten Funktionäre den Verein durch die gewiss nicht leichten 9Oer Jahre. Es wird sicher auch in den kommenden Jahren ein wichtiges Ziel sein, eine solide finanzielle Basis für den Verein zu finden. Sponsoring ist eine zentrale Aufgabe, um sportlichen Erfolg zu sichern.

Für die 1.Spielzeit nach dem Jubiläumsjahr stehen alle Mannschaft vor Bewährungsproben - wobei die Zielsetzungen unterschiedlich sind. Die 1.Mannschat peilt den Aufstieg an, die 2. und 3. Mannschaft wollen nach dem erfolgreichen Aufstieg den Klassenerhalt sichern. Es wird auch im nächsten Jahrzehnt - auf dem Weg zum 1OO. Geburtstag sportliche Höhepunkte und Misserfolge geben, doch sollte für den TuS Grevenbroich 1911 e.V. ein positiver Trend vorgezeichnet bleiben.

Somit viel Glück für das kommende Jahrzehnt!

TuS-Trainer Frank Schulz im Gespräch mit Masseur Willi Stark
 



Rasanter Kampf von Edgar Hagedorn um den Ball

Die komplette Vereinschronik können Sie hier als pdf-Datei (ca. 1,2 MB) downloaden.




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