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17.12.2018   |   19:57 Uhr



Zum Vereinslied



90 Jahre TuS Grevenbroich

von Josef Zanders


Aller Anfang ist schwer; so heißt eine alte Spruchweisheit, die sicherlich auch für die Gründung des Vereins TuS Grevenbroich zutrifft. 1874 führte der Braunschweiger Lehrer Konrad Koch das Fußballspielen in Deutschland als freiwillige Schulsportart ein. 6 Jahre später wurde in Bremen ein Football-Club gegründet. Die ersten öffentlichen Wettkampfspiele seiner Abteilungen und gegen englische Schiffsbesatzungen bedeuteten die Geburtsstunde des Fußballs als Wettkampfsportart.

So war es nicht verwunderlich, dass sich auch in Grevenbroich am 10. April 1911 auf Initiative von Josef Capellen Fußballbegeisterte fanden mit dem Ziel, einen Verein zu gründen, um diese junge Sportart auszuüben. Dies war zu einer Zeit, wo sich das Fußballspielen aus den Anfängen des Schulsports zu einem echten Volkssport entwickelte. Wies der am 28.1.1900 gegründete Deutsche Fußball-Bund lediglich 10.000 Mitglieder im Jahre 1904 auf, so stieg die Zahl bis 1914 auf nahezu 200.000 an. So war es nicht verwunderlich, dass sich auch Anhänger dieser Sportart im Hotel Halboth zu einer Gründungsversammlung trafen.

Allerdings war der Weg bis zum Beginn des aktiven Wettkampfes sehr beschwerlich. Daß die Fußballbegeisterten um den Initator Josef Capellen gleichzeitig aktive Spieler und Vorstand bildeten, gehört zu den Besonderheiten der Vereinsgründung. Und erst durch den Kredit von 300 RM der Mutter eines Spielers war es möglich, in Köln die notwendigen Trikots für die Mannschaft zu kaufen. Bescheiden waren auch die Spielmöglichkeiten. Auf einer Wiese hinter der Gaststätte Rheinischer Hof (heute Gelände hinter der Deutschen Bank) wurden die Spiele ausgetragen; Umkleidemöglichkeiten bot die Kegelbahn.

Die ersten Wettkampfversuche brachten für den neu gegründeten Verein wenig Verheißungsvolles. Der FC Grevenbroich verlor bei seinem ersten Gastspiel beim VfL 99 Düren mit einer geradezu vernichtenden 9:1 Niederlage.

Der 1. Weltkrieg unterbrach die sportliche Aufwärtsentwicklung des Vereins. Die Annalen berichten lediglich in dieser Zeit davon, daß 1917 eine Namensänderung der Vereins vorgenommen wurde; aus dem FC wurde Viktoria Grevenbroich. Hiermit wollte man wohl die Siegerzuversicht im Hinblick auf den Verlauf des Krieges zum Ausdruck bringen.

Doch wurde diese Namensgebung nach Kriegsende wieder rückgängig gemacht. In den ersten Jahren der Weimarer Republik wurden einige wichtige organisatorische Maßnahmen durchgeführt. 1919 wurde eine Jugendabteilung gegründet. Die Fußballabteilung erhielt einen neuen Sportplatz, und zwar auf dem Gelände, wo sich heute der Kirmesplatz an der Graf-Kessel-Straße befindet.

1925 wurde dann mit dem Bau des Sportplatzes am Alten Schloß begonnen. Aus dem FC wurde 1924 der VfL Grevenbroich, nachdem mit dem 1921 begründeten Schwimmverein fusioniert worden war.



Spielstarke Mannschaft aus dem Jahre 1920
Von links nach rechts 
Stehend: Faßbender, Comblain, Siepe, Krüppel, Dicken
Kniend: Broich, Eltgen, Capellen
Liegend: Flöck, Jung, Esser




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